Arbeitseindrücke / Presse


"»Prinzip Schöpfung« - so der Titel eines Grenzen überschreitenden Projekts - war als Experiment konzipiert, bei dem Haydns Oratorium über Gottes Sieben-Tage-Werk mit modernen Musikelementen auf improvisatorischer Basis verbunden werden sollte. Ein Experiment, bei dem Menschen unterschiedlichster musikalischer Vorbildung, darunter viele Behinderte, in einer Gemeinschaft der Mutigen und der Begeisterten etwas erarbeitet haben, das kaum für möglich Gehaltenes wahr werden lässt. Ein Experiment, bei dem soziales Miteinander zur Tugend gelebter Humanität wurde. Ein Experiment schließlich - das ist das Fazit nach dem Abend in der Christuskirche - von überwältigender Eindringlichkeit, bei dem es tatsächlich um eine Schöpfung ging. Um das gemeinsame Erschaffen einer Aufführung, bei der Neues gewagt wurde, ohne das Alte zu beschädigen. Jetzt ist Schöpfung gewesen. Jetzt wurde sie erlebt und in einer großartigen Verbindung von Geschichte und Gegenwart gestaltet. (...) Inga Brüseke gebührt größte Anerkennung für Idee und Gesamtleitung dieses gelungenen »Prinzips Schöpfung«. Am Ende langer Beifall mit Jubel-Faktor. Alle in der Kirche stehen auf. Sie haben ein Konzert gehört und erlebt, von dem viel bleiben wird." (GEA / über Prinzip Schöpfung / 07/2012)

"Was ist das für eine Schöpfung? Haydn, ja. Aber da ist noch etwas, etwas bisher Ungehörtes. Welch geheimnisvollen Töne durchdringen mit neuer, uriger Kraft das altbekannte Oratorium? (...)

„Und Gott sah, dass es gut war“. Die nun zu hörende Stimme aber sprengt Gewohntes. Ergriffenheit erneuert sich. Tiefe Berührung ist in den Gesichtern der Zuhörer zu lesen. „Mir liefen Schauer über den Rücken“. „Ich habe geweint“ – so lauteten Kommentare hinterher.

Rauh ist diese improvisierende Stimme, ohne die trainierte Meisterschaft der Profis. Sie klingt nach unbeugsamem Lebenswillen und geheimnisvoller Weisheit. Sie gehört Sigrid Müller. Die behinderte Frau ist Mitglied des Experimentalorchesters Halle016 der BruderhausDiakonie Reutlingen. Dieses Orchester ist Teil des großen Projektes mit dem Titel „Prinzip Schöpfung“. Am Donnerstag war Premiere in der Erlöserkirche, am Freitag wurde es in Reutlingen aufgeführt.

Die Idee dazu hatte die Sängerin, Chor- und Orchesterleiterin Inga Brüseke. „Singt dem Herren, alle Stimmen“ – Unter diesem, Haydns „Schöpfung“ entnommenem, Motiv hat sie unterschiedliche Menschen zusammengeführt. (...)" (LKZ / über Prinzip Schöpfung / 07/2012)

Diese Einschübe verkörpern Schlaglichter der Schöpfungsvielfalt. Rasseln, schwingende Gläser, Metallofon, Gong oder tief wummernde Blasinstrumente lassen exotische Kulturen erahnen. Sanft blendet die Aufführung zwischen den Ebenen hin und her: hier Haydns feierliche Chorsätze und Arien, mit Susanne Moldenhauer, Sopran, Marcus Elsäßer, Tenor, und Teru Yoshihara, Bass, als Solisten, dort die mystischen Klänge von Experimentalorchester & Co. Ein Projekt, in dem sich Haydn und die Moderne gegenseitig faszinierend beleuchten." (GEA / über Prinzip Schöpfung / 07/2012)

"Unter der Leitung von Inga Brüseke wurde mit den Solisten Myung Jin Lee (Sopran), Giorgiana Pellicia (Sopran), Dae-Kyung Kim (Altus), Xuecheng Zhang (Tenor) und Christoph Schweizer (Bass) Bachs Magnificat mit enormer Klangkraft intoniert. " (Singener Wochenblatt / 01/2014)

"Als zweite Komposition erklang die Weihnachtskantate „Lauda per la Natività del Signore“ des italienischen Komponisten Ottorino Respighi. Sie ergriff die Zuhörer mit warmen, sizilianisch gefärbten, pastoralen Klängen. Es erklangen Chöre von jubilierenden Engeln und erschrockenen Hirten, die soeben von der Geburt Jesu erfahren haben - instrumental begleitet von sechs Holzbläsern.  (...) Als Dirigentin bewährte sich Inga Brüseke." (Schwäbische / 01/2014)

"Die beiden junge Dirigenten Inga Brüseke (Magnificat) und Philipp Klahm in den beiden andern Stücken hatten Chor und Orchester bestens im Griff. Hochkonzentriert führten sie die Musizierenden zu Höchstleistung. Hier kommen ihnen die geschmeidigen Stimmen der jungen Chorsänger zugute: glitzernd, perlend erscheinen die aufwendigen Koloraturen bei Bach, absolut tonsicher die A-cappella-Passagen bei Respighi oder der glockenhelle Lob des Herrn bei Strawinsky." (Südkurier / 01/2014)